Water&Air

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Vor einigen Tagen rief Laura Kneidl über Twitter zu einer Leserunde auf. Da ich gerade ein paar Tage frei hatte und neugierig auf das Buch war, habe ich spontan teilgenommen. Erst hatte ich etwas Sorge, dass ich das Buch nicht rechtzeitig lesen und mich nicht richtig einbringen kann. Jedoch war beides unbegründet und meine erste Leserunde hat mir sehr viel Spaß bereitet.

Positiv überrascht war ich, dass ich nach der Arbeit einen großen Stapel mit Exemplaren von Water&Air in der Buchhandlung entdeckte. Denn leider führt die Buchhandlungskette, die direkt auf dem Arbeitsweg liegt, wenig Phantastik. Laura hatte derweilen schon eine Twittergruppe für die Leserunde erstellt. In dieser haben wir uns für eine bestimmte Uhrzeit verabredet und uns über einen Textabschnitt ausgetauscht.

Ich fand den Austausch untereinander und  mit der Autorin bereichernd. So konnten wir unsere Theorien zum Täter/Motiven etc. untereinander besprechen. Vor allem fand ich es spannend zu sehen, mit welchem Blick andere das Buch lesen und bestimmte Sachen wahrnehmen. Für mich war es von Vorteil, dass die Leserunde über Twitter stattgefunden hat, da ich relativ wenig Freizeit am Rechner verbringe. Twitter hingegen nutze ich über mein Mobiltelefon, so dass ich auch von unterwegs an der Runde teilhaben konnte. Die Leserunde als durchweg positiv wahrgenommen. Jedoch hätte ich die Leseabschnitte ohne meine freien Tage wahrscheinlich nicht rechtzeitig beenden können.

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Zum Buch:

Water&Air ist eine Dystopie mit Elementen einer Kriminalgeschichte. Nach dem Anstieg des Meeresspiegels leben die verbliebenen Menschen in Kolonien unter dem Wasser oder in der Luft. Zwischen den Kolonien besteht wenig Austausch, so dass das jeweilige Lebensmodell der Kolonie als selbstverständlich angesehen wird. Die achtzehnjährige Kenzie rebelliert jedoch gegen die Lebensvorstellungen in ihrer Wasserkolonie. Sie flieht in eine der Luftkolonien. Dort wird sie als Außenseiter des Mordes verdächtigt und nur Callum hält zu ihr.  Lauras Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Die Geschichte ist unterhaltsam. Der Mörder und sein Motiv sind nicht so leicht vorhersehbar. Wer ein spannende Geschichte und gute Unterhaltung sucht, sollte zu Water&Air greifen. Hinter der Oberfläche wartet Laura jedoch mit einigen Subplots und Andeutungen auf, die das Buch zu einem dichten Geflecht aus Unterhaltung und kritischer Weltsicht machen. Meiner Meinung nach ist jeder LeserIn angehalten sich ein eigenes Bild und Gedanken zu den zahlreich angesprochenen Gesellschaftsthemen zu machen.

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